BU im Leistungsfall Fragen & Antworten

Wer gilt als berufsunfähig?

Vollständige Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich mindestens 6 Monate außerstande ist, ihren versicherten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, auszuüben.

Bei welchen Krankheiten ist man berufsunfähig

Die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit sind Nervenkrankheiten und psychische Krankheiten. Zu den psychischen Krankheiten gehören z.B. Depressionen, Burnout und Suchtkrankheiten. Direkt dahinter folgen Erkrankungen des Bewegungsapparates und Krebs.

Berufsunfähigkeitsversicherung wann zahlt sie

Grundsätzlich ist diese Definition in den Versicherungsbedingungen zu finden: Ist die versicherte Person nicht mehr in der Lage, Aufgrund Krankheit, Unfall oder Kräfteverfall, den zuletzt ausgeübten Beruf zu mindestens 50 % so weiter auszuüben, wie sie ihn in gesunden Tagen ausgeübt hat, so steht ihr ab Eintritt dieser Situation, die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente zu. Also auch rückwirkende Leistungen möglich. Jüngere Verträge bieten zusätzlich eine AU-Klausel (Arbeitsunfähigkeits-Klausel), wonach bereits nach längerer Arbeitsunfähigkeit (Krankschreibung, „gelber Schein-Regel“), die Rente ausgezahlt wird. Bei machen Gesellschaften lassen sich auch Soforthilfen vereinbaren. Also die Zahlung eines zusätzlichen Geldbetrages, zu Beginn der Berufsunfähigkeit oder bei Eintritt einer bestimmten Erkrankung.

Wie viel Prozent der Leistungsanträge auf Berufsunfähigkeitsrente werden von Versicherern bestätigt

Die Leistungsquote in der Berufsunfähigkeitsversicherung hat sich 2018 leicht verbessert. Insgesamt wurden 80 Prozent aller Anträge bewilligt, nach 79 Prozent ein Jahr zuvor. Das zeigt die jährliche Umfrage des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) unter seinen Mitgliedsunternehmen.

Gutachten sind die Ausnahme – und nützen meist den Versicherten 

Wie aus den Zahlen ebenfalls hervorgeht, prüfen die Versicherer die Anträge fast immer allein anhand der vorhandenen Unterlagen, wie beispielsweise den ärztlichen Attesten. In nur sechs Prozent der Fälle hatten die Unternehmen 2018 zusätzlich ein neutrales Gutachten für die Leistungsprüfung erstellen lassen. Vor allem bei komplexen Fällen kann eine fachärztliche Beurteilung dazu erforderlich sein, wie sich der Gesundheitszustand des Versicherten auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt. Mit 63 Prozent fallen die Gutachten in den meisten Fällen positiv für die Versicherten aus.

Lehnen Versicherer einen Leistungsantrag ab, dann zumeist deshalb, weil der Versicherte noch mindestens zu 50 Prozent seinem zuletzt ausgeübten Beruf nachgehen kann. Das war 2018 in fast der Hälfte aller Ablehnungen der Grund (siehe Grafik). Bei 13 Prozent hatten Antragsteller im Laufe des Verfahrens nicht mehr auf die Ansprache des Versicherers reagiert – etwa weil es ihnen wieder besser ging. Eine Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht war in 14 Prozent der Ablehnungen die Ursache. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn ein Versicherter berufsunfähig wird aufgrund einer Erkrankung, die ihm bei Abschluss des Vertrages schon bekannt war – er diese aber nicht angegeben hat.

Berufsunfähigkeitsversicherung wann greift sie

Grundsätzlich ist diese Definition in den Versicherungsbedingungen zu finden: Ist die versicherte Person nicht mehr in der Lage, Aufgrund Krankheit, Unfall oder Kräfteverfall, den zuletzt ausgeübten Beruf zu mindestens 50 % so weiter auszuüben, wie sie ihn in gesunden Tagen ausgeübt hat, so steht ihr ab Eintritt dieser Situation, die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente zu. Also auch rückwirkende Leistungen möglich.

Berufsunfähigkeitsversicherung wann tritt sie ein

Grundsätzlich ist diese Definition in den Versicherungsbedingungen zu finden: Ist die versicherte Person nicht mehr in der Lage, Aufgrund Krankheit, Unfall oder Kräfteverfall, den zuletzt ausgeübten Beruf zu mindestens 50 % so weiter auszuüben, wie sie ihn in gesunden Tagen ausgeübt hat, so steht ihr ab Eintritt dieser Situation, die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente zu. Also auch rückwirkende Leistungen möglich.

Berufsunfähigkeitsversicherung wann Auszahlung

Grundsätzlich ist diese Definition in den Versicherungsbedingungen zu finden: Ist die versicherte Person nicht mehr in der Lage, Aufgrund Krankheit, Unfall oder Kräfteverfall, den zuletzt ausgeübten Beruf zu mindestens 50 % so weiter auszuüben, wie sie ihn in gesunden Tagen ausgeübt hat, so steht ihr ab Eintritt dieser Situation, die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente zu. Also auch rückwirkende Leistungen möglich.

Auszahlung der Berufsunfähigkeitsversicherung

Nach Leistungsfallprüfung und Anerkennung beginnt die Auszahlungsphase. Gute Anbieter zahlen die BU Rente auch rückwirkend ab Beginn der Berufsunfähigkeit, auf ein vom Versicherten zu benennendes Konto. So können dann durch die Einkommensminderungen während des Bezuges von Krankentagegeld, Konten ausgeglichen werden.

Zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung auch bei Rentenbezug

Ja. Und da aus der Berufsunfähigkeitsversicherung eine Rente gezahlt wird, wird diese nicht bei der Erwerbsminderungsrente angerechnet.

Zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung bei Erwerbsminderung

Ja, wenn der abgeschlossene Tarif beinhaltet, dass ein Leistungsauslöser die Vorlage des Bescheides der Gesetzlichen Erwerbsminderungsrente erfolgt, ist das der Leistungsauslöser für die BU-Rentenzahlung. Viele Tarife sehen aber eine eigene Leistungsfallprüfung vor.

Berufsunfähigkeitsversicherung wie lange zahlt sie

Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt so lange die BU-Rente, wie der Zustand der Berufsunfähigkeit andauert, maximal bis zu dem vereinbarten Endalter. Ganz wenige Versicherer bieten unter gewissen Voraussetzungen eine lebenslange BU-Rente an.

Natürlich gibt es auch vorübergehende Berufsunfähigkeiten, z. B. Erkrankungen, die nach längerer Behandlung wieder ausheilen und der Versicherte wieder in seinen Beruf zurück kann bzw. will. Aus eigener Praxis ist zu sagen, dass wir eher den Fall der dauerhaften Berufsunfähigkeit kennen aber etliche Fälle, bei denen die versicherte Person zusätzlich zu den Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsrente auch Einkünfte aus einer Anlerntätigkeit bezieht.

Berufsunfähigkeitsversicherung wer zahlt Krankenversicherung

Wenn Sie Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind, gibt es mehrere Möglichkeiten, wie es mit der weiteren Beitragszahlung bei Berufsunfähigkeit aussieht.

Wir d Berufsunfähigkeitsversicherung auf Hartz-4 angerechnet?

Ja. Auch deshalb sollte die BU-Rente von der Höhe her immer so bemessen werden, aus sie zum Leben reicht. Abschlüsse von BU-Renten unter einer monatlichen Rentenleistung von ca. 1000 € sind für alleinlebende in der Regel sinnlos.

Berufsunfähigkeitsversicherung bietet Abfindung an

Das ein Versicherer in bestimmten Situationen eine Abfindungszahlung über einen Einmalbeitrag anbietet, ist theoretisch vorstellbar. Zum Beispiel: Ein Versicherter erhält seit 3 Jahren eine private Berufsunfähigkeitsrente. Anlässlich einer Überprüfung, ob der Versicherungsfall weiterhin vorliegt, vereinbaren der Versicherte und die Versicherungsgesellschaft, dass die Ansprüche des Versicherten aus der Berufsunfähigkeitsversicherung durch die Zahlung von einmalig 50.000 EUR abgefunden werden. Könnte ja im Einzelfall für den Versicherten interessant sein, wenn er z. B. aus der Berufsunfähigkeit sich eine neue Tätigkeit gesucht hat, die er ausüben kann und auch konkret ausübt und damit sein Einkommen wie vor dem Leistungsfall erzielt  und er somit nicht mehr auf die Zahlungen der Berufsunfähigkeitsrente angewiesen ist.

Krankenkassenbeitrag auf Berufsunfähigkeitsrente aus betrieblicher Altersvorsorge

Wenn Ihre Berufsunfähigkeitsrente über den Arbeitgeber im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge versichert ist, ist die BU-Rente in voller Höhe mit dem halben Beitragssatz beitragspflichtig. Der Krankenversicherungsbeitrag wird direkt von der BU-Rente abgezogen. Wenn Ihre Berufsunfähigkeitsrente aus einem privat abgeschlossenen Vertrag stammt, führt die Krankenkasse bzw. die Deutsche Rentenversicherung ein Statusfeststellungsverfahren durch: Entweder werden Sie als versicherungspflichtiges Mitglied eingestuft, dann brauchen Sie keinen Krankenkassenbeitrag auf die BU-Rente zu zahlen. Das ist in der Regel der Fall, wenn Sie auch eine Erwerbsminderungsrente aus der Deutschen Rentenversicherung erhalten.

Oder die Krankenkasse stuft Sie als freiwilliges Mitglied ein, dann können auf die BU-Rente sogar Krankenkassenbeiträge mit dem vollen Beitragssatz fällig werden.

Ob Sie so oder so eingestuft werden, hängt auch davon ab, ob Sie noch einen Job für mehr als 450.- € / Monat haben und wie hoch Ihre Einnahmen aus anderen Quellen sind.

Wenn Sie privat krankenversichert und nicht Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind, ist die Frage nach weiterer Beitragszahlung relativ einfach zu beantworten: Auch wenn Sie aus Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung die BU-Rente bekommen, also berufsunfähig sind, müssen Sie die Beiträge zu Ihrer privaten Krankenversicherung in voller Höhe weiterzahlen.

Berufsunfähigkeitsversicherung nach Renteneintritt

Die Zahlung der Berufsunfähigkeitsrente endet spätestens dann, wenn das im Versicherungsschein vereinbarte Ablaufdatum vom Versicherungsnehmer erreicht wurde. Meist handelt es sich hier um den Eintritt des Rentenalters – also dem 65. bzw. 67.

Berufsunfähigkeitsversicherung wer zahlt weiter in die Gesetzliche Rentenversicherung

Der Empfänger der Berufsunfähigkeitsrente kann freiwillige Beiträge in die Gesetzliche Rentenversicherung zahlen, oder er sorgt aus seinen Einnahmen privat für die Altersrente vor.

Auf jeden Fall auch ein wichtiges Thema in einer ganzheitlich orientierten BU-Beratung.

Welche Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt bei burnout

Wenn jemand wegen Krankheit, Unfall oder Kräfteverfall (die ärztlich nachzuweisen sind) nicht mehr zu mindestens 50 % in der Lage ist, den zuletzt ausgeübten Beruf weiter auszuüben, so wie er es in gesunden Tagen getan hat, so leistet der Versicherer die vereinbarte BU-Rente.

Somit auch bei einem nachgewiesenen burnout.

Berufsunfähigkeitsversicherung auf Erwerbsminderungsrente angerechnet

Nein: Die private Berufsunfähigkeitsrente wird nicht auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente angerechnet. Im Gesetz steht, dass nur Arbeitseinkommen und Arbeitsentgelt an die Erwerbsminderungsrente anzurechnen sind. Die Leistungen aus einer privaten BU-Rente zählen nicht dazu.

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